Offene Fragen , aber auch Zuversicht

„Ein großes Ja, bedeutet viele kleine Neins“

Dieses Zitat habe ich von ein paar Tagen in einer Zeitschrift gelesen. Und auf meine Situation passt er gerade.

Ich habe mich voll und ganz für meine Kinder entschieden und liebe sie über alles. Ich stehe auch hinter meiner Entscheidung meines Lebensstils. Ich bin ganz für meine Kinder zu Hause. Vor kurzem habe ich noch ein wenig bei der Diakonie gearbeitet, jetzt gerade nicht. Meine Tochter kam erst mit 3 in den Kindergarten und bei meinem Sohn werde ich es auch so machen. Ich will damit nicht sagen, dass das ist die einzig richtige Entscheidung ist. Aber ich fühle mich so am besten und bin sehr dankbar , dass ich mich da frei entscheiden kann.

Doch in letzter Zeit macht es mich oft traurig und ein wenig resigniert,dass so viele Sachen, die ich eigentlich so gerne mach oder auch besonders in dieser Phase auch bräuchte einfach nicht so gehen wie ich sie gewohnt war.

Ob einen aufladenden Gottesdienst, ein blühendes Gemeindeleben, ein aufbauender tiefgehender Hauskreis oder eine schöne Dinnerparty mit Freunden mit inspirierenden Gesprächen… dass sind alles Dinge die ich mag und auch brauche. Mit Kindern in dem Alter wird es aber oft zur Zerreißprobe. Gottesdienst zum Härtetest, Gemeindeleben liegt brach, in den Hauskreis kann immer nur einer gehen oder mein Kleiner wacht vom Singen auf und meine Große will nicht ins Bett ,weil sie dabei sein will. Auch Einladungen zum Abendessen sind oft anstrengend weil die Kinder müde werden und Aufmerksamkeit brauchen.

Ok, vielleicht übertreibe ich grad ein bisschen. Manchmal klappt auch alles ganz gut.

Ich frage Jesus, was er dazu sagt, was sein Plan ist. Von Zeit zu Zeit deprimiert es mich schon ,dass jeder Lebensbereich Abstriche machen muss. Ich kann doch nicht alles was mich ausmacht auf Jahre konservieren?

Ich will Segen für andere sein. Ich will gastfreundlich sein. Ich will mich engagieren. Das macht mir alles eigentlich auch Spaß. Wie ist die richtige Balance ? Gibt es die überhaupt?

Es ist auch eine große Lebensschule. Kinder haben im Allgemeinen. Ich stehe nicht im Mittelpunkt. Jedes Vorhaben bespreche ich mit Jesus. Er ist da und ich will auch bei ihm sein. Immer. Mit meinen offenen Fragen einfach bei ihm SEIN. Manchmal ist das meine einzige Lösung. An ihm festhalten und vertrauen. Irgendetwas wird er sich schon mit der Familienphase und Kleinkindern gedacht haben, oder?

Etwas in mir sagt mir: einfach trotzdem machen!

Dann gehe ich halt in Gottesdienst und nehme dort nicht die Predigt mit, sondern die Gemeinschaft mit anderen Mamas im Kinderraum. Dann engagiere ich mich in den Bereichen wo meine Kinder nicht stören und ich sie gut mitnehmen kann. Krabbelgruppe, oder auch was ganz anderes. Da kann man auch kreativ werden.

Oder Hauskreis ist dann halt mal nicht für mich , sondern ein Dienst. Ich öffne meine Wohnung und biete Raum und Getränke. Die Dinnerparty wird eher ein buntes Vesper. Ja, die Gespräche werden unterbrochen, ich muss Kinder trösten und Streit schlichten. Aber ist das nicht auch Gemeinschaft? Einfach authentisch leben teilen, so wie es eben grad ist.

Mein Kopf sagt ja, doch manchmal rebelliert mein Herz noch etwas. Ich will mich nicht so ganz damit abfinden.

Deshalb bete ich und komme damit vor Jesus.

Herr, du kennst meine Bedürfnisse und Wünsche

aber du weißt besser was ich brauche

Es soll nicht nur um mich gehen

sondern um Dich!

Wirst du so sogar besser verherrlicht?

Schenke mir Antworten

oder Ruhe darüber.

Amen

Wie geht es euch damit? Kennt ihr die Fragen?

LIebe Grüße eure

Rebecca

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